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Januar 2018: die Beständigkeit des Ziels

Benjamin Disraeli sagte einmal: „Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Beständigkeit des Ziels.“ Was ist Erfolg? Laut Duden ist es das positive Ergebnis einer Bemühung bzw. das Eintreten einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung. Man kann Erfolg sicher an vielen öffentlichkeitswirksamen Kriterien messen. Aber manchmal ist genau das erfolgreich, was nicht immer augenscheinlich ist.
2017 ist für uns als Vereinsvorstand bzw. als Reiterhof-Team so ein erfolgreiches Jahr. Denn 2017 besteht der Reit- & Fahrverein „Am Valtenberg“ e.V. 25 Jahre und der Reiterhof Hultsch 20 Jahre.
Die ‚Beständigkeit des Ziels‘ ist also seit 25 bzw. 20 Jahren Motivation, Leidenschaft, Mut und Ausdauer, um erfolgreich zu sein.

Der Reit- & Fahrverein wurde am 06.04.1992 gegründet. 1992: die Wende war gerade 2 Jahre her, die Europäische Union wurde Realität, Bill Clinton wurde in den USA zum Präsidenten gewählt, der VW Golf III war Auto des Jahres, ‚Das Schweigen der Lämmer‘ gewann den Oscar als bester Film, wadenlange Wickelröcke waren der Modetrend und der FC Bayern-München lieferte mit dem 10. Platz in der Bundesliga das schlechteste Ergebnis seit 1977 ab.
25 Jahre! Wenn man bedenkt, was geschichtlich, politisch, kulturell und wirtschaftlich in dieser Zeit passiert ist, kann man also durchaus von Erfolg sprechen.

Auch der Verein hat sich entwickelt. Geführt und organisiert von den Vereinsvorständen, die an dieser Stelle doch noch einmal namentlich erwähnt sein sollen:
Gründungsvorstand waren: Anne Hultsch als 1. und Reinhardt Rien als 2. Vorsitzender, Sylvia Reichstein als Kassiererin und Gundel Poock (damals noch Hackel) als Jugendwart. Reinhardt Rien wurde 2008 schließlich Ehrenmitglied und durch meine Person im Vorstand ersetzt. Nach Sylvia Reichstein übernahmen Monika Seidel, Kerstin Wiedmer und aktuell Kathrin Langecker die Funktion der Kassiererin. Als Jugendwart haben nach Gundel Poock, Saskia Berndt, Lisa Rußig, Laura Herrmann, Nicole Müller und aktuell Laura Lorenz mitgewirkt.
Bereits im Mai zu unserem Tag der offenen Stalltür haben wir als Vorstand auf unser Jubiläum hingewiesen, uns bei allen Engagierten, Helfern und Sponsoren der vergangenen Jahre bedankt und mit allen Anwesenden angestoßen.

 

Keinen Hinweis gab es da jedoch auf das 2. Jubiläum des Jahres: seit dem 01.12.1997 besteht der Reiterhof Hultsch, also nun mittlerweile seit 20 Jahren. Das Jahr 1997: Hongkong stand nicht länger unter der Kolonialherrschaft Großbritanniens, Lady Diana starb in Paris, der Film ‚Titanic‘ war der bis dahin erfolgreichste Film aller Zeiten, für mehrere Monate war der Komet Hale-Bopp mit bloßem Auge sichtbar und das Oder-Hochwasser sorgte für Zerstörung in polnischen, tschechischen und deutschen Oder-Gebieten.
Heute vor 20 Jahren sah auch unser Hofgelände noch ganz anders aus: die Reithalle war gerade fertiggestellt, der ‚Neue‘ Stall noch Zukunftsgedanke und der Reitplatz noch nicht allzu lang an seinem heutigen Standort. Und auch, wenn nun mittlerweile alle Gebäude ihren Zweck erfüllen, gibt es genügend ‚handwerkliche‘ Arbeiten und Nachbesserungen, die erledigt sein wollen. Die ersten Boxen sind bereits saniert; Reparaturen (wie z.B. kaputte Tränken) fallen ständig an und auch die liebe Technik verlangt handwerkliches Know-How, damit die Traktoren laufen, Wasserwagen für die Weiden funktionieren, der Ladewagen das Gras zum Füttern bringen kann und uns Heupresse und Förderband zur Heuernte nicht im Stich lassen.

Die Anzahl der Pferde, die in diesen 25 bzw. 20 Jahren für kurz- oder längerfristig hier zu Hause waren, übersteigt die 100. Mehrere Fohlen wurden geboren, Pferde wurden und werden aus-, um- und weitergebildet, kranke Pferde gesund gepflegt; Pferde mussten verkauft werden, zogen aus oder wurden für immer verabschiedet. Jedes der Pferde war bzw. ist Wegbegleiter und zentraler Punkt aller Bemühungen.
All die Reitschüler/Pferdebesitzer/Einsteller/Freizeitreiter – wie auch immer – sind ungezählt und einfach nicht zu erfassen. Aber wenn teilweise bereits die 2. oder 3. Generation zu uns zum Reiten kommt, ist wohl auch das ein Erfolgsfaktor.

Neben diesem „alltäglichen“ Geschäft waren und sind verschiedene Höhepunkte und Aktivitäten Möglichkeit, um in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Allen voran natürlich das Sommerreit- bzw. Vereinsfest. 18 dieser Feste wurden auf die Beine gestellt. Das erste 1993, das vorerst letzte 2015. Der Gedanke, unseren Kindern und Jugendlichen die Chance zu geben, sich Familien, Freunden und der Öffentlichkeit präsentieren zu können, hielt sich bis zum Schluss. Denn die Turnierteilnahme als Öffentlichkeitsarbeit ist für uns nicht von Bedeutung. Ab dem 6. Vereinsfest 1999 wurde jedes Sommerreitfest unter ein bestimmtes Motto gestellt und dementsprechend die Darbietungen, Kostüme, Musik und alles weitere gestaltet. Ich sage nur: Musketier-Springquadrille, Rock me Amadeus-Dressurquadrille, griechisches Theater, Rotkäppchen und Schneewittchen in abgewandelter Form, Indianer und Flamenco-Tänzer, freilaufende Pferde-Herden und Urmenschen, Neukircher Hofreitschule und schwarze Perlen, Baumstamm-Rücken und Erntewagen, Ritter-Spiele und Pferde-Fußball und…
Aber auch Vereinsausflüge, Weihnachtsfeiern, Wanderritte oder der Tag der offenen Tür wollen organisiert, durchdacht und verantwortet sein.

Verschiedene ‚kleinere‘ Aktivitäten fallen da fast gar nicht auf: die Teilnahme unserer Pferde beim Bautzener Theatersommer ‚Schwarze Pest und gelbes Elend‘, mehrere Auftritte der Hofreitschule unserer Zwergengruppe (z.B. in Moritzburg), die Mitgestaltung des Familientages in der JVA Bautzen, die alljährliche 4-beinige Begleitung der Martinsritte in Neukirch und Wilthen oder das Ponyreiten bei verschiedenen Anlässen und Festen der näheren Umgebung mehrfach im Jahr.
Auch andere interne Veranstaltungen sollen nicht unerwähnt bleiben – sind es doch besondere Momente im Reiter-Dasein: die Abzeichen-Prüfungen für unsere Reiter oder die Zertifizierungen von unserem Dach-Verband, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, das Durchführen von Lehrgängen mit z.B. Klaus Werzinger, Irina Schaller, Roby Schubert, Daniela Sroveleit oder Desmond O’Brien sowie die Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen und Seminaren, um auch einmal selbst über den Tellerrand hinauszublicken.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Reiterferien. Früher in Oster-, Sommer- und Herbstferien; mittlerweile nur noch in den Sommerferien. Unterrichten, bespaßen, aufpassen, trösten, bekochen und fröhlich wieder abgeben ist Thema in den 3 Wochen.

Egal, welches ‚Event‘ auf dem Jahresplan steht; es muss eben alles rund und mit den Pferden organisiert werden. Das heißt manchmal nicht nur wochen- oder monatelange Vorbereitungen; es muss geprobt und choreografiert werden; das Drumherum will ebenso gestaltet sein; Pferde müssen transportiert werden; Besorgungen und Einkäufe wollen erledigt sein; Lehrgangsteilnehmer müssen kulinarisch versorgt werden und die deutsche Bürokratie sorgt ebenfalls dafür, dass kein Mangel an Arbeit aufkommt. Alles andere und das ‚Alltägliche‘ wird nebenbei erledigt.

 

25 Jahre Reit- und Fahrverein und 20 Jahre Reiterhof – dass diese Arbeit nur mit vielen helfenden Händen, Unterstützung, Engagement und dem Zuspruch der Familie zu erledigen ist, muss wohl nicht erwähnt werden. Aber auch dann wird es nur zum Erfolg kommen, wenn jemand da ist, der voran geht, alle Fäden in der Hand und den Kopf hinhält. Und es ist ganz einfach so: ohne die Anne und den Karl-Heinz würde es diese zwei Jubiläen vielleicht nicht geben. Als organisatorischer und technischer Leitungskader habt ihr in all den Jahren nicht nur geschaffen und aufgebaut, sondern auch alles erhalten, damit es heute so ist, wie es ist. Und das Schaffen, Erhalten, Weiterführen, Organisieren und Durchführen Kraft kostet und manchmal eben nur unbemerkt im Hintergrund läuft, weiß jeder, der selbst in ähnlicher Position ist. Vieles ist in all den Jahren gebaut worden; Neues hinzugekommen und Dinge haben sich verändert. Nur eins zieht sich wie der rote Faden durch all die Entwicklungen: der Gedanke und das Ziel, dass unsere Pferde hier ihr Glück dieser Erde erleben sollen und dass jeder Reiter, ob Vorschulkind oder Erwachsener erfahren soll, dass Pferde, die sich wohlfühlen und artgerecht betreut werden echte Partner sind und keine Sportgeräte. Unsere Kinder und Jugendlichen lernen Verantwortungsbewusstsein und Disziplin und für den Großteil unserer erwachsenen Reiter sind die wöchentlichen Reitstunden wohlverdiente Pausen im stressigen Alltag. Jeder Einsteller weiß das All-Inclusive-Paket zu schätzen; sei es die tägliche Versorgung, Fütterung oder der Weidegang; sei es die Betreuung beim Tierarzt oder Hufschmied – einfach das ‚gute Aufgehoben sein‘ des Vierbeiners.

Der ursprüngliche Gedanke war, das Geschehen der letzten 25 bzw. 20 Jahre bildlich darzustellen, aber wir kamen in der Vorbereitung mehrfach zu dem Punkt, wo es einfach nicht mehr darzustellen war, vielleicht anders interpretiert werden würde, wie gedacht und schlussendlich ein abendfüllendes Programm geworden wäre. Man kann die letzten 25 und 20 Jahre Geschichte Reitverein bzw. Reiterhof nicht nach- oder darstellen und eigentlich auch nicht formulieren. Außer: DANKE! Danke für die augenscheinliche und die unbemerkte Arbeit, danke für große und kleine Momente, danke für unendlich viele einzigartige Augenblicke für und mit unseren Pferden, danke für Ausdauer, Mut, Kraft, Nerven und Leidenschaft; danke für schlaflose Nächte und manchmal harte Kämpfe, danke für alles Geschaffene, danke für die beständige Arbeit am Ziel!

-Michaela Kallauch

 

Nach 25 Jahren Reit- & Fahrverein und 20 Jahren Reiterhof Hultsch beginnt ab dem 01.01.2018 meine ‘Rentenzeit’! Anlass genug, mich bei Allen zu bedanken, die mir in all den Jahren so treu zur Seite gestanden haben. Allen voran mein Mann, meine Kinder und die Familie im weiteren Sinn. Aber auch ganz viele große und kleine Pferdefreunde haben über die vielen Jahre mit geholfen, unseren Hof zu dem zu machen, was er jetzt ist. Und in den letzten Jahren hat sich unsere Micha ganz besonders für den Hof engagiert. Deshalb bin ich froh, dass wir ihr ab dem 01.01.2018 den Reiterhof verpachten können. Wir hoffen, dass ihr ganz Viele weiterhin so zur Seite stehen wie uns bisher und wünschen ihr für den Start alles erdenklich Gute.
Allen Zwei- und Vierbeinern eine gesegnete Weihnachtszeit und dass das Jahr 2018 für Alle ein gutes Jahr wird!

-Anne Hultsch

 

 

Mai 2017: Keine Chance dem Winter-Dreck…

Wie jedes Jahr am 01. Mai hieß es auch dieses Jahr wieder: Arbeitseinsatz auf dem Reiterhof. Ein Großteil unserer Reiter und Pferdeeinsteller sowie engagierte Eltern halfen dabei unsere Reitanlage wieder auf Hochglanz zu bringen, den angesammelten Staub und Schmutz der Wintermonate zu beseitigen, zu reparieren und zu desinfizieren – allen Helfern dafür ein ganz großes DANKESCHÖN! Und unsere Pferde freuten sich über den Start in die Weidesaison und standen am Abend satt und zufrieden in ihren sauberen Boxen.

 

Frühjahr 2017: Den Termin schon mal vormerken…
(Flyer zum Betrachten anklicken)

Flyer

 

März 2017: So hört doch, was die Lerche singt…

Ein (mal wieder) schneereicher Winter liegt nun fast hinter uns und alles wartet sehnsüchtig auf den Frühling. Unsere Pferde sind im Großen und Ganzen gesund und munter durch den Winter gekommen und genießen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Winter ade! (A. H. H. von Fallersleben)

So hört doch, was die Lerche singt!
Hört, wie sie frohe Botschaft bringt!

Es kommt auf goldnem Sonnenstrahl
Der Frühling heim in unser Tal,
Er streuet bunte Blumen aus
Und bringet Freud’ in jedes Haus.
Winter, ade! Frühling juchhe!

Was uns die liebe Lerche singt,
In unsern Herzen widerklingt.
Der Winter sagt: ade! ade!
Und hin ist Kälte, Reif und Schnee
Und Nebel hin und Dunkelheit-
Willkommen, süße Frühlingszeit!
Winter, ade! Frühling juchhe!
Am 27. und 28. Februar war Desmond O’Brien bei uns und es wurde wieder jede Menge geritten, gelernt und gelacht. Dem ein oder anderen Kursteilnehmer sind sicher noch die Mittags-Sport-Übungen in der Reithalle in Erinnerung…Danke Desmond, es war super!